Forumteilnehmer 16.11.2010 13:53
Liebe Kollegen,
eine Osteopatin erzählte mir neulich, in deren Ausbildung hätte sie gelernt, dass Schröpfen nachhaltig das Bindegewebe zerstört und damit die Durchflutung (kein Schreibfehler) verschlechtert wird. Ich war etwas geschockt. Denn ich schröpfe sehr gern und hab damit auch schon Gutes vollbracht. Wenn dadurch natürlich lang gesehen Schaden entsteht, wäre das Schlecht. Ich hab mir dazu den Beitrag von 2004 von Michael Schlimpen durch gelesen. Und auch ich hab die Erfahrung, dass bei der ersten Schröpfkopfbehandlung schnell und starke Hämatome entstehen können, die bei den nächsten Behandlungen immer weniger stark werden. Parallel dazu geht es den Patiennten aber dann auch immer besser.
Wie ist das nun mit dem Schröpfen? Was wisst Ihr dazu?
Danke für Infos und eine schöne Woche! U. Eschrich
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Forumteilnehmer 16.11.2010 17:12
Hallo Frau Eschrich,
selbstverständlich zerstört Schröpfen das Bindegewebe. Dies ist aber mit der Sinn des Schröpfens. Gewebe wird zerstört, repariert und strukturiert sich wieder neu. Verspannungen werden gelöst. Das Gewebe sollte soweit intakt sein, dass es sich auch reparieren kann. Liegt eine stärkere Bindegewebsschwäche vor, so würde man an diesen Stellen natürlich nicht schröpfen.
Viel Freude beim Schröpfen
Markus Ritz
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Forumteilnehmer 16.11.2010 17:24
Hallo Herr Ritz,danke für die schnelle Antwort. Ja, so habe ich es auch aus der Ausbildung bei Herrn Thews in Erinnerung.Ich schröpfe gern, weil es den Patienten so gut tut.LGU. Eschrich
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Forumteilnehmer 16.11.2010 17:47
Hallo Frau Eschrich,
ich würde es nicht so bezeichnen, dass das Bindegewebe durch Schröpfen zerstört wird. Eine Zerstörung ist in meinen Augen eine unwiederbringliche Beschädigung. Wir lernten in der Ausbildung, dass die Akupunktur Zerstörtes nicht wieder in Ordnung bringen kann. Das Schröpfen mag kleine Gefäße durchlässig werden lasssen, so dass sich Lymphe und Blut im Bindegewebszwischenraum sammelt. Zerstört sind die Blut- und Lympg-Gefäße und das Gewebe dazwischen meiner Meinung nach dadurch nicht sondern lediglich leicht beschädigt. Durch diese Beschädigung, wird eine Reparaturfunktion aktibviert, die das Ganze wieder heilen lässt. Hier setzt die Wirkung ein, es werden entzündungshemmende Stoffe ausgeschüttet und eine Heilreaktion setzt ein. Schlackenstoffe im Gewebe werden dadurch auch gelockert und mit abtransportiert. Zerstört würde für mich kaputt und tot und zu keiner Heilreaktion mehr in der lage. Das ist gewiss nicht der Fall. Nicht dass durch solche krassen Formulierungen die TCM in Verruf gerät.
Das ist meine persönliche Meinung.
Schöne Grüße L. Jansen
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Forumteilnehmer 17.11.2010 15:18
......und was ist mit dem Baunscheidtverfahren? Wir sollten uns vergegenwärtigen, wann welche Methode der Naturheilkunde eingesetzt wird. Ich schröpfe ja nicht, weil mir gerade so ist- sondern es geht um Ausleitung. Die Kollegin Osteopatin möchte einfach darüber mal nachdenken- und nicht nur einfach in den Raum stellen, dass Bindegewebe zerstört wird. Also- fröhliches Schröpfen- da, wo es angebracht ist- lieben Gruß-K.Schwarzrock
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Forumteilnehmer 23.11.2010 15:48
Danke, liebe Kollegen und Kolleginnen,
ja ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit Schröpfen. Und habe auch vielfach erlebt, wie schön es, im Nackenbereich angewandt, körperlich und seelisch erleichtern kann. Ich werde die Osteopatin fragen, welcher Ausbilder lehrt, dass Schröpfen ielleicht kann man sich mit ihm/ihr mal unterhalten. Kann ja jeder immer noch dazu lernen, gelle? Einen schönen Advent wünsche ich aus dem bereits verschneiten Harz! LG U. Eschrich
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