Forumteilnehmer 28.04.2010 12:13
Liebe Kollegen,
seit einigen Monaten behandle ich eine junge Frau, selbständig, (31 Jahre) in ihrer jetzt 4. Schwangerschaft. Unruhe, Schlafstörungen, LWS-Schmerzen, etc. Ihr 1. Kind wurde spontan geboren, die beiden folgenden Kinder wurden per Kaiserschnitt entbunden, das 3. frühgeburtlich. Aufgrund dieser Anamnese hat ihr ihr Gynäkologe zu einem Kaiserschnitt in der 38. SSW geraten. Die Patientin würde gern natürlich entbinden. Jetzt ist die Patientin Ende 37. SSW und wünscht sich von ihrer Hebamme und mir eine Geburtsvorbereitung derart, dass es möglichst nächste Woche zur Spontangeburt kommt. Erste Frage: Wenn ich z.B. Gb21, Di4, MP6 setze, ist das dann sofort Geburtsauslösend? Zweite Frage: Ich will über diesen Teil der Therapie mit ihr einen Behandlungsvertrag schreiben, indem ich sie auf die möglichen Folgen der Behandlung hinweise und es von ihr unterschreiben lasse. Ist das ok? Gibt es dazu evtl. Vorlagen? Wie immer freue ich mich auf Eure Antworten und Erfahrungen.
LG U. Eschrich
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Forumteilnehmer 29.04.2010 08:30
Hallo Frau Eschrich, ich glaube nicht unbedingt, dass man eine Geburt wenn es nicht sein soll, mit Akupunktur vorziehen kann. Ich denke man kann den Geburtsvorgang unterstützen wenn er schon im Gange ist. Ich würde auch keine vorzeitige Geburt provozieren wollen, da das in meinen Augen nicht natürlich ist. Die Natur bestimmt den richtigen Zeitpunkt oft am besten. Versuchen kann man es natürlich, aber ich denke es ist dann wie mit einem Wehentropf, es ist künstlich indiziert und dann kann es auch wieder stehen bleiben und Komplikationen geben. Ich würde davon abraten, denn auch mit Vertrag kann man dann eine Haftung nicht ausschließen, denn der Therapeut hat ja die Verantwortung die Risiken vorher abzuwägen. Das ist aber nur meine bescheidene Meinung. Da ich Naturheilkundlerin bin, möchte ich der Natur so wenig wie nötig ins Werk pfuschen, sondern sie unterstützen, wenn sie alleine nicht mehr kann.
Schöne Grüße L. Jansen
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Forumteilnehmer 30.04.2010 09:09
Hallo Frau Eschrich, Kaiserschnittermine werden oft gerne vorher schon festgesetzt, das das weniger Stress macht, als einen Spontankaiserschnitt vorzubereiten. Viele Kinder kommen am Wochenende, da man selbst oft da am entpanntesten ist. Ich würde mich als Patientin nicht auf einen Kaiserchnitt-Termin festlegen lassen, sondern es erst natürlich versuchen und zwar zum natürlichen Geburtstermin der sich von selbst einletet und erst wenn das nicht klappt einen Kaiserschnitt machen lassen. Nur um nun den Termin zu umgehen die Geburt mit Akupunktur einleiten zu wollen, halte ich für nicht gut. Das setzt alle unter Stress. Es kann gut gehen, es so zu machen, aber es ist in dem Sinne dann auch eine künstlich eingeleitete und keine natürliche Geburt.
MfG L. Jansen
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Forumteilnehmer 01.05.2010 11:54
Hallo Frau Jansen,
danke für die Reaktion. Genauso wie Sie es mir erklärt haben, habe ich es auch meiner Patientin erklärt. Dass meist Kind oder Mutter und Kind gemeinsam "beschliessen", wann die Geburt startet und alle naturheilkundlichen Therapien höchstens unterstüzend wirken können. Schade ist nur, dass die Patientin seitens des Gyn, der Chirurgin und der Hebamme so unter Druck gesetzt werden, dass sie nicht mehr klar denken kann. Mit solchen Sätzen wie: "Ihre Narbe könnte aufreißen und der Uterus zerreißen und Sie könnten verbluten und sterben. Das wollen Sie doch nicht, oder? Denken Sie an Ihre 4 Kinder!" Das ist doch grauselig, oder? Ich behandle im Moment, zum Glück gemeinsam mit einer 2. ganzheitlich arbeitenden Hebamme, vorwiegend die Angst der Patientin. Danke für die gedankliche Unterstützung. Ich bin sehr gespannt, was sich bei der Patientin tut.
Liebe Grüße U. Eschrich
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Forumteilnehmer 10.05.2010 06:27
Hallo Frau Eschrich, ja unterstützen Sie die Mutter mit der Hebamme zusammen. Solche Angst zu machen ist wirklich furchtbar. Bin gespannt auf Feedback. Wann ist nochmal der Termin?
MfG L. Jansen
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