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TCM- und Akupunktur-Therapeuten suchen und finden

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Forumteilnehmer   14.01.2011 11:16

Hallo liebe Kollegen,

kann es sein, dass bei Behandlung eines Patienten mit Fettleber, die Blutfettwerte sich extrem erhöhen, weil die Triglyceride dann vermehrt über das Blut abgebaut werden? Das wäre dann eine physiologische vorrübergehende Erhöhung, da es sich um eine Regulierung handelt und die Werte würden sich danach normalisieren. Die Ärzte wundern sich. Blutfett ist so hoch, dass es nicht mehr messbar ist, war aber vorher schon sehr hoch. Patient fühlt sich aber gut.

MfG

L. Jansen


Forumteilnehmer   18.01.2011 11:37

Hallo Frau Jansen, sicher gibt es solche Reaktionen. Da reicht es nicht, nur mit Akupunktur zu arbeiten!! Ich empfehle Ihnen dringend, auch mit Kräutern zu arbeiten- es gibt auch schon Fertigpräparate- die sehr gut wirken und auf jeden Fall sollte der Patient Artischockensaft zu sich nehmen und eine Diäthetik mit viel Gemüse,Fisch und Reis einhalten- keine Genussmittel, kein Brot, keine tierischen Fette. L.G. K.Schwarzrock


Forumteilnehmer   19.01.2011 10:51

Hallo Frau Schwarzrock,

danke für Ihre Antwort.

Da der Patient auch noch einen Nierenschaden hat und Diabetes, muss er sowieso auf die Diätetik achten und tut es auch. Ich habe auch noch Kräutertees verordnet bin hier aber aufgrund der geschädigten Niere mit Dekokten vorsichtig, da die ja viel stärker sind als unsere einfachen Tees und verordne hier lieber milde Einzelkräutertees, wie Mariendistel, Bärlapp und Ehrenpreis, Schafgarbe und Zinnkraut und Maisbarttee. Artischocken isst der Patient jetzt häufiger, den Saft werde ich ihm nahe legen, aber da auch noch eine Fructose-Intoleranz vorliegt, ist es oft nicht so leicht das Richtige zu empfehlen. Das Gewicht soll reduziert werden. Wie sehen Sie die Kombination von TCM und Homöopathie?

Übrigens fühlt sich der Patient nun nach über 10 Sitzungen schon recht gut und hat keine Darmkrämpfe mehr, sondern nur noch leichte Übelkeit. Vorher ging es ihm extrem schlecht und er war schon mehrfach im Krankenhaus wegen der extremen Darmkrämpfe, aber man konnte nichts finden.

MfG L. Jansen


Forumteilnehmer   19.01.2011 14:41

Hallo Frau Jansen, ja sicher sind die einzelkräuter recht mild. Gerade aber weil so viele Symptome vorliegen, wäre es sinnvoll, MP, LE, MA zu harmonisieren- das geht sehr gut und sehr verträglich mit der Rezeptur Harmonisierung der fünf Geschmacksrichtungen-Shen Ling Bao He Wan.
Sie scheidet Feuchtigkeit aus der mittleren Feuerstelle aus und harmonisiert und stärkt MP/MA-Funktionskreis und dazu gehörig ausgleichend im mittl. und unteren SJ.
Chen pin bringt die Energie Qi in Fluss und löst den Nahrungsstau auf, Cang zhu, Bai zhu, Yi yi ren und Fu ling stärken die Milz und trocknen die Feuchtigkeit, Lian zi stärkt die Milz und stoppt Durchfall, Jie geng löst die Blockade vom Lungen-Qi, Huang bai scheidet die Hitze und Feuchtigkeit aus der unteren Feuerstelle aus, Wu zhu yu zieht die aufbrausende Energie Qi nach unten und erwärmt die mittlere Feuerstelle, löst die Leberblockade und lindert den Schmerz, Huo xiang löst die Feuchtigkeit, harmonisiert die mittlere Feuerstelle, Hou po löst die Stagnation, transformiert die Feuchtigkeit und fördert die Bewegung der Energie Qi, erwärmt und transformiert den Schleim TAN und zieht die aufgebrausende Energie Qi nach unten, Dang shen stärkt das Qi und die mittlere Feuerstelle, Gan cao harmonisiert die Wirkung der in der Mischung enthaltenen Kräuter.
Ich habe gerade bei den multiplen Symptomen gute Erfahrungen damit gemacht.
Ich bin keine Homöopatin und setze "richtige" Homöopathie nur in der Sportmedizin oder bei einfachen Sachverhalten ein. Aber ich arbeite sehr gerne mit "Schüssler"- weil für den Patienten sehr gut anwendbar. Da gibt es die Möglichkeit des Einsatzes von von Nr.6, 9 und 10 im Fall Ihres Patienten- schauen Sie mal in die Beschreibung der Salze- es passt sicher.
Also, viel Erfolg- l.G. K.Schwarzrock


Forumteilnehmer   20.01.2011 11:13

Hallo Frau Schwarzrock, vielen Dank für die reichlichen Informationen. Haben Sie eine Ausbildung in Chinesischer Arzneimitteltherapie gemacht? Ich finde die Anwendung von Kräutertherapie auch sehr wichtig, bin nur bei diesem Patienten sehr zurückhaltend, da er schon einen Nierenschaden hat, fast 10 verschiedene Medikamente einnimmt und wenn dann noch die starke Kräutertherapie dazu kommt, dann hat die Niere noch mehr zu tun und ich bin da bei ener schwachen Niere lieber vorsichtig, denn die Kräuter sind ja letztendlich auch Arzneimittel und müssen auch verstoffwechselt werden. Daher gibt es hier nur leichte Tees, die zu entgiften helfen und auch gut wirken. Da wir ja Europäer sind und keine Chinesen, finde ich es auch gut, die hier wachsenden Kräuter zu verwenden, aber ich habe auch schon Dekokte verordnet.

MfG L. Jansen


Forumteilnehmer   20.01.2011 19:47

Hallo Frau Jansen, ich habe eine Ausbildung in Kräuterkunde- bin aber immer noch Lernende und verordne generell nur das, was ich einschätzen kann und worüber ich Bescheid weiß.
Sicher sind unsere heimischen Kräuter gut und verträglich, aber manchmal benötigt der Körper doch einen anderen Anstoß. Es war eine Anregung und die Therapieergebnisse sind beachtlich. L.G. K.Schwarzrock


Forumteilnehmer   21.01.2011 12:41

Hallo Frau Schwarzrock,

ich bin ja immer froh über jeden Ratschlag und wenn ich was Neues lernen kann. Bin aber bei der Verordnung der Dekokte vorsichtig, da man ja auch solche Sachen hört, dass es den Nieren schaden kann, wenn man nicht sorgsam ist. Oder gilt das nur für bestimmte Kräuter? Was ist mit der Wechselwirkung des Dekoktes mit Medikamenten? Gibt es da bestimmte Regeln und Richtlinien?

MfG
L. Jansen


Forumteilnehmer   21.01.2011 12:45

..P.S. geben Sie Dekokte oder Kräuter in Pillenform?

Da mein Patient inzwischen keinen Durchfall und keine Darmkrämpfe mehr hat, hat sich schon eine Menge harmonisiert und auch die milden Tees haben ihre Wirkung getan.


Forumteilnehmer   24.01.2011 07:26

Hallo, es kommt immer darauf an, was notwendig ist. Die Dekokte sind nicht nierenschädlich- sie werden ja nur für wenige Tage oder manchmal auch nur eine Anwendung verschrieben und müssen aber natürlich genau dosiert sein- TCM-Apotheke! Gerne nehme ich aber auch die fertigen Pillen- es gibt mittlerweile sehr gute TCM-Fertigmischungen, die qualitativ sehr hochwertig sind. Auch arbeite ich mit den Heilpilzen sehr gerne- keine Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen. Natürlich muss man wissen, was der Patient so an Mittel einnimmt und mit dem TCM-Pharmazeuten absprechen, ob es Wechselwirkungen gibt. L.G.-K.Schwarzrock


Forumteilnehmer   25.01.2011 13:41

Hallo Frau Schwarzrock,

vielen Dank für die Informationen. Wo machen Sie denn die Kräuterausbildung? Ich bin da auch am liebäugeln, aber ich glaube bei mir würden auch Wochenendkurse reichen, da ich mir schon sehr viel autididaktisch angeeignet habe.

MfG L. Jansen


Forumteilnehmer   26.01.2011 15:55

Hallo Frau Jansen, ich habe eine umfangreiche Ausbildung für westliche Kräuter bei meiner Großmutter absolviert, da war ich erst 12 Jahre alt und sie hat mir auch diverse Mitschriften, Rezepturen und Bücher vererbt- das wissen habe ich alle Jahre genutzt, auch jetzt noch. Ich hatte eine umfangreiche pharmakologische Ausbildung während meines Studiums der Veterinärmedizin.Die Kräuterausbildung TCM habe ich bisher teilweise im Ausland, teilweise in Form von Workshops bei uns in Deutschland absolviert, ich arbeite aber auf der Grundlage meiner Vorkenntnisse auch autodidaktisch oder greife gerne auf die jetzt auch schon qualitativ hochwertigen Fertigdrogen zurück- ich kann Ihnen das Buch " Praxis Chinesische Arzneimitteltherapie" empfehlen- erschienen im Haug- Verlag. L.G. K.Schwarzrock


Forumteilnehmer   27.01.2011 10:49

Hallo Frau Schwarzrock, da haben Sie ja wirklich eine Menge an Erfahrung. Toll, von der Großmutter die Kräuter gelernt, was wünscht man sich mehr. Sind Sie auch Tierärztin? Ich überlege ob ich noch den Tier-HP machen soll. Danke auch für die Buchempfehlung. Schöne Grüße L. Jansen


Forumteilnehmer   27.01.2011 10:53

,,,P.S. Das von Ihnen empfohlene Buch, warum ziehen Sie es anderen vor, ist es besser? Im Leitfaden Chinesische Medizin ist auch ein Part Arzneimittel enthalten, inwiefern ist das Buch aus dem Haug-Verlag anders? MfG L. Jansen


Forumteilnehmer   27.01.2011 16:08

Hallo Frau Jansen, ich hatte das große Glück, von 1983 bis 1986 Veterinärmedizin an der Fachschule in rostock studieren zu dürfen- eine Fachausbildung zum Veterinäringenieur, es sollte dann an der Humbolduni in Berlin weiter gehen, um mit dem Diplom abzuschließen. Nur....der Studiengang wurde nicht mehr aufgelegt 1986 und so habe ich dann keinen Diplomabschluss mehr gemacht. Die Ausbildung in Rostock war sehr fundiert und ich hatte tolle Dozenten, vor allem in Pharmakologie und mein alter Praktikumstierarzt wußte auch sehr viel über Kräuter und war noch ein Richtiger, der sich auf seine Sinne und seine handwerklichen Fähigkeiten verlassen konnte. Das hat er auch gerne weiter gegeben.
Das Buch finde ich einfach praxistauglich, es ist übersichtlich gegliedert, die unterschiedlichen Muster werden genau beschrieben und es werden Einzelkräuter und Kombinationen für Dekokte, Mischungen, Tropfen u.s.w. ausführlich beschrieben und Rezepturhinweise gegeben.
Spannend und für den Alltag recht praktikabel ist auch" Auf der Welle der Chinesischen Medizin" von einem tschechischen Arzt, der auch in china gelebt und seine Kräuterausbildung dort absolviert hat, in der Tschechischen Republik als TCM-Praktiker arbeitet. Also, viel Spaß und frohes Nachlesen- Kira Schwarzrock


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