Forumteilnehmer 28.12.2011 12:39
Hallo liebe Kollegen und andere Interessierte,
es gibt ja die Pi x Daumenregel, dass der Patient mindestens 10 Behandlungen hintereinander erhalten sollte, um eine gute Wirkung zu erzielen. Wie sieht es denn mit dem hinteren Ende aus. Wie lange sollte man höchstens jemanden behandeln. Es ist ja nicht so, dass viel auch viel hilft, sondern wenn die Ordnung sprich Harmonie wieder hergestellt ist, die Meridiane voller Energie sind und im Fluss, soweit es eben möglich ist, dann kann man ja nicht noch mehr auffüllen, sondern eher ein weiteres Ungleichgewicht von Zuviel erzeugen. Wenn nun jemand eine chronische Erkrankung hat, wie z.B. eine Niereninsuffizienz, die Werte stabilisieren sich durch die Akupunktur und verbessern sich. Aber ist es sinnvoll die Akupunktur dann unterstützend konstant weiter anzuwenden mit wöchentlichen Behandlungen, um den Status aufrecht zu erhalten (vorher im ganz akuten Stadium von drohender Dialyse wurde dreimal die Woche behandelt). Oder sollte man auch dann nach einer bestimmten Zeit aufhören, denn die Akupunktur kann ja nur das aktivieren, was noch nicht völlig zerstört ist.
Einen Guten Rutsch ins Neue Jahr
MfG L. Jansen
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Forumteilnehmer 30.12.2011 09:48
Hallo Frau Jansen,
grundsätzlich sollte man seine Behandlungen fortsetzen, solange es ein Voranschreiten des Erfolges gibt. Dies ist natürlich auch von der "tiefe" der Erkrankung abhängig. Da die Akupunktur regulierend wirkt, gibt es in der Regel kein "zuviel".
Würde bei dieser Erkrankung regelmäßige Behandlungszyklen zu je 10 Behandlungen durchführen, je nach Bedarf und Zustand des Patienten.
Viele Grüße und einen guten Rutsch
Markus Ritz
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Forumteilnehmer 01.01.2012 01:52
Hallo Herr? ....., Ein Frohes Neues Jahr 2012
leider kann ich den Namen nicht lesen. Vielen Dank für die Anwort. Inzwischen sind wir bei der 22. Behandlung angekommen. Ich kriege die Nadeln kaum noch rein, weil der Patient extrem empfindlich reagiert und teilweise sehr heftige de qis ausgelöst werden, das war vorher nicht so. Mir zeigt das eine Fülle. Die Nierenwerte könnten aber noch besser werden, die sind noch nicht optimal. Meiner Erfahrung nach braucht es aber gar nicht soviele Behandlungen um tiefgreifende Besserungen zu erzielen. Oft brechen die Patienten nach wenigen Sitzungen die Therapie ab, berichten nach Monaten aber über gravierende Heilerfolge. Das zeigt mir, dass bereits wenige Sitzungen tief wirken und lange vorhalten. Als unser Kurs noch in der Ausbildung war hat ein Arzt bei einer Kollegin einen Darmtumor entdeckt, sie ging einige Wochen später zu einem weiteren Arzt, weil sie eine zweite Meinung hören wollte, da war kein Tumor mehr zu finden. Damals haben wir uns alle vier Wochen gegenseitig behandelt. Das war eine interessantes Erlebnis und lehrte mich wie tief die Akupunktur schon mit wenigen Sitzungen helfen kann. Ich denke ich werde erstmal weniger Nadeln nehmen und flacher nadeln. Ich glaube schon, dass ein Patient auch ein Gespür dafür hat, ob er noch Behandlung braucht oder nicht. Wenn es einen stark nach Akupunktur verlangen lässt, weil sie einem so gut tut, ist das auf jeden Fall ein Zeichen. Das DAO zeigt ja den Weg durch den starken Impuls, aus dem heraus wir automatisch handeln, weil wir nicht anders können, ich handele nicht, es handelt aus mir heraus, das ist das wu wei, nichthandeln. Ich tue nichts doch bleibt nichts ungetan, denn es handelt aus mir heraus. Das funktioniert in der Tat am besten, wenn man aufhört zuviel mit dem Verstand zu analysieren. Alsdann ich konzentriere mich jetzt mal auf die Shu Transportpunkte. Eine fehlende Milz erzeugt ja ein konstantes Disharmoniemuster. Inwiefern erzeugt eine fehlende Milz einen erhöhten Blutdruck, der dann die Nieren schädigt? Gibt es da eine schlüssige chinesisch diagnostische Erklärung?
Frohes Neues L. Jansen
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Forumteilnehmer 02.01.2012 09:04
Hallo Frau Jansen,
wenn ihr Patient sehr empfindlich reagiert nach so viélen Behandlungen, dass vergrößern Sie die Behandlungsabstände oder machen nach jeder Kursgemäßen 10er Behandlung eine Pause von 1 - 2 Wochen.
Ein fehlende Milz definiert nicht das TCM-Muster. Orientieren Sie sich an den Symtomen, dann können wir den erhöhten Blutdruck besser diskutieren.
Viele Grüße
Markus Ritz
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Forumteilnehmer 06.01.2012 15:07
Hallo lieber Kollege, vielen Dank für die Erläuterungen. Ich habe dem Patienten jetzt eine Pause verordnet. Da wir ja die Ursache nicht beheben können, die vielen Medikamente im Blut, die Hitze erzeugen, weil er die laut Arzt alle weiter nehmen muss, kollidiert das mit dem Versuch der Akupunktur alles in Harmonie zu bringen. Die fehlende Milz erzeugt in meinen Augen ein chronisches Milz-Dishramoniemuster. Es existiert eine toxische Bluthitze, ein Nässe-Schleim-Muster und leichte Hitze im Magen. Leber-Feuer. Die Blutdrucktabletten und Betablocker lassen die Pulse fast verschwinden, so dass der Blutdruck schon fast zu niedrig ist durch die Medikation, aber zwischendurch versucht der Körper den Blutdruck der so weit runtergedrückt wird, durch kurze Hochdruckwerte wieder zu erhöhen, die dann sofort wieder durch Tabletten runtergedrückt werden, weil die Nieren sonst weiter geschädigt werden. Die Nieren sind durch jahrelangen Schmerzmittelgebrauch geschädigt, wegen ständiger heftiger Kopfschmerzen durch Leberfeuer. Eine fehlende Milz erzeugt meiner Meinung nach ein Milzdisharmoiniemuster. Hier entstand durch die fehlende Milz ein Leberfeuer. Auch war die Verdauung nachhaltig gestört mit ständigen Darmproblemen, Durchfällen und Bauschmerzen. Schlaflosigkeit. Fast alle Beschwerden wurden durch die Akupunktur behoben. Die Nierenwerte besserten sich. Wie haben jetzt ausgesetzt und Patient beobachtet wie es ihm geht und kommt bei Bedarf wieder. Die Nierenwerte werden regelmäßig kontrolliert. Es ist natürlich schwer eine konstante Ordnung wieder herzustellen, wenn an der Ursache nichts verändert wird. Aber wie wunderbar ist es, dass die Akupunktur trotzdem wirkt.
MfG L. Jansen
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